Messen und Prüfen
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Messen und Prüfen

Genauigkeit in der Arbeit ist für den Handwerker eine der wichtigsten Eigenschaften. Materialien müssen auf die richtige Länge gebracht, im richtigen Verhältnis zueinander positioniert und an der richtigen Stelle befestigt werden. Überall dort, wo es auf mehr ankommt, als auf eine grobe Abschätzung, kommen genaue technische Hilfsmittel zum Einsatz, die die nötige Genauigkeit gewährleisten und das Endergebnis genauestens überprüfen.

Korrekt Messen für saubere Ergebnisse

Eine der häufigsten Aufgaben bei unterschiedlichsten Projekten ist das Abmessen verschiedenster Abstände. Aus diesem Grund darf ein Zollstock in der Grundausstattung einer Werkstatt auch heutzutage niemals fehlen. Diese faltbare Skala ist ein grundsolides und in vielen Fällen absolut ausreichendes Werkzeug, das den Abstand zwischen Punkten millimetergenau wiedergibt. Eine weitere Art der manuellen Messung stellt die Verwendung eines Bandmaßes dar. Es handelt sich hierbei um eine stabile, zum Beispiel aus Bandstahl hergestellte Skala, die in einem stabilen Gehäuse aufgewickelt aufbewahrt wird. Am Anfang des Bandes ist zum Einhaken an Kanten, Ecken oder Schrauben ein Haken befestigt, mit dem man so sicher den Anfangspunkt der Messung definieren kann. Ein gutes Bandmaß besteht aus einem verstärkten, knickresistenten und bruchsicher gemachten Stahlband mit einer Millimeterskalierung und einem robusten, gut handzuhabenden Gehäuse. Damit wird es zu einem zuverlässigen Partner in jeder Situation. Sollte eine genauere Messung benötigt werden, können Messungen mit einem laserbasierten Messsystem diese zuverlässig und schnell liefern. Diese werden an einem bestimmten Punkt im Raum aufgestellt und messen dann Abstände, Winkel- und Schieflagen über die Reflektionen am Auftreffpunkt. Begleitend dazu gibt es unterschiedlichstes Zubehör, wie Teleskopstäbe zum Anbringen des Messsystems in unterschiedlichen Höhen. Eine solche Lasermessung ist schnell aufgebaut und ermöglicht das zuverlässige Ausmessen ganzer Räume. Daher lohnt sich eine Anschaffung nicht nur für den Profi, sondern unter Umständen auch für den Hobby-Heimwerker. Alternativ dazu können digitale Entfernungsmesser genutzt werden. Sie funktionieren entweder auch mit einem Laser, oder aber sie nutzen Ultraschall, um millimetergenaue Messergebnisse zu liefern. Ihre Handlichkeit, Genauigkeit und einfache Bedienung machen sie dabei zu einer hervorragenden Alternative zu den klassischen Messmethoden, wie Zollstock oder Maßband.

Sicher Markieren zum zuverlässigen Arbeiten

Im Anschluss an eine Messung erfolgt in der Regel ein Markieren der ermittelten Entfernungen. Dafür kommen je nach Art des Materials verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Die einfachste Art der Markierung stellt der Zimmermannsbleistift dar. Im Zusammenspiel mit Zollstock oder Bandmaß auf Holz stellen sie auch heute noch eine beliebte Kombination dar. Auf Oberflächen, auf denen Bleistift nicht hält, beispielsweise auf Fliesen oder Metall, können speziell dafür ausgelegte Markierstifte verwendet werden. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, um sowohl permanentes als auch wieder lösliches Markieren auf den unterschiedlichsten Oberflächen zu ermöglichen. Hier gilt es, ganz genau hinzuschauen, um nicht versehentlich eine dauerhafte Markierung in der falschen Farbe zu setzen, die dann später für einen unansehnlichen Fleck sorgt. Auf Metallen hingegen kommen regelmäßig Anreißnadeln zum Einsatz, um Abstände, Winkel oder Bohrlöcher zu definieren. Es handelt sich hierbei um gehärtete und gespitzte Nadeln, die die Oberfläche des Metalls leicht einritzen, um so eine sichtbare Markierung zu hinterlassen. Eine Reißnadel besteht in der Regel aus Stahl oder Messing mit einer gehärteten Spitze und ist etwa drei bis vier Millimeter dick. Sie wird mit unterschiedlichen Hilfswerkzeugen verwendet. Einerseits kann sie in eine stiftähnliche Halterung eingespannt werden, um dann wie ein Bleistift verwendet werden zu können. Es existieren aber auch spezielle Halterungen, die das Ziehen von Kreisen oder Parallelen erheblich erleichtern und daher in Spezialfällen zusätzlich verwendet werden sollten. Dazu gehören zum Beispiel Anreißzirkel oder Höhenreißer.

Verlässliches Überprüfen zur Sicherstellung von Qualität

Nach Beendigung der geleisteten Arbeit möchte man sichergehen, dass die Qualität stimmt. Ansonsten können Nachbesserungen anfallen, die nicht nur Zeit rauben und kostenintensiv sind, sie sorgen auch dafür, dass der Heimwerker die Freude an seinem Projekt verliert. Ein professioneller Handwerker kann durch das Abliefern einer minderwertigen Arbeit sogar seinen guten Ruf verlieren, selbst wenn er in jedem Schritt sorgfältig und gewissenhaft gearbeitet hat. Daher sollte die geleistete Arbeit vor Endabnahme oder Betriebsbeginn auf Herz und Nieren geprüft sein. Zum Überprüfen von korrekten Entfernungen können natürlich Zollstock oder Bandmaß genau so zuverlässig verwendet werden, wie beim Setzen von Markierungen. Für genaueste Ergebnisse ist jedoch ein Messschieber die erste Wahl. Ein Messschieber in seiner einfachsten Form besteht aus verschiedenen Anschlagschenkeln, die an die Messbezugspunkte gesetzt werden, und einer digitalen oder analogen Skala, auf der das Messergebnis abgelesen werden kann. Ein einfacher Taschenmessschieber zum Beispiel besitzt ein Paar Schenkel für Außenmessungen, ein weiteres für Innenmessungen, beispielsweise die Durchmesser eines Bohrlochs, und eine dünne Metallstrebe zur Tiefenmessung. Für Sonderanwendungen gibt es selbstverständlich verschiedenste Spezialformen. Soll die Ebenheit eines Gegenstandes bestimmt werden, kommt in der Regel eine Wasserwaage zum Einsatz. Diese wird an der zu messenden kante angebracht und zeigt mit Hilfe einer kleinen Gasblase in einem mit Flüssigkeit gefüllten Rohr, der Libelle, die Ausrichtung an. Weicht die Kante oder Fläche zu stark von der Horizontalen beziehungsweise Vertikalen ab, wird die Blase aus der zentralen Lage bewegt und zeigt somit die Unebenheit an. Moderne Wasserwaagen sind eine Weiterentwicklung der klassischen Wasserwaage. Sie können unter anderem mehrere Libellen in unterschiedlichen Ausrichtungen haben, oder sie funktionieren nicht mehr auf einem physikalischen, sondern auf einem elektronischen Messprinzip. Zum Bestimmen von Winkeln zwischen zwei Kanten, besonders im Tischler- und Schreinerhandwerk, kommen so genannte Winkel zum Einsatz, die an die fertiggestellten Werkstücke angelegt werden. Hier wird auf den ersten Blick ersichtlich, ob die Vorgaben eingehalten wurden oder nicht. Zusätzlich dazu können diese Winkel auch oftmals als Anriss- oder Markierungswerkzeug verwendet werden, da sie um entsprechende Funktionen erweitert wurden. Damit sind sie nach wie vor ein zuverlässiges und beliebtes Messinstrument. Eine besondere Art der Prüfwerkzeuge stellen Wärmebildkameras dar. Diese werden eingesetzt, um ein Temperaturprofil der Umgebung zu erstellen. Sie kommen hauptsächlich zum Einsatz um Schwachpunkte in der Dämmung eines Gebäudes zu erkennen und so möglichen Optimierungsbedarf festzustellen. Die Ergebnisse werden dabei in einer eindeutigen Farbskala angezeigt, von Rot für sehr warme Bereiche und blau für eher kühle. Moderne Wärmebildkameras ermöglichen dabei auch Aufnahmen über einen längeren Zeitbereich, die gerade im Bereich der privaten Dämmung von großer Wichtigkeit sind, weil die Wärmeproduktion im Haushalt selbst stark von der betrachteten Zeit abhängt und sich über den Tag stetig verändert.