Gehörschutz
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Der richtige Gehörschutz am Arbeitsplatz

Dauerhafter Lärm ist sehr gesundheitsschädlich. Lärm auf Baustellen, Verkehrslärm, Industrielärm oder viele andere Arten von unangenehmen Lärmquellen sind nicht nur unangenehm, sondern können auf Dauer auch die Gesundheit schädigen. Das Gehör wird während eines schleichenden Prozesses geschädigt. Nach einer gewissen Zeit kann es sogar zu irreparablen Hörschäden kommen. An vielen Stellen ist daher ein Gehörschutz bereits von Gesetzes wegen vorgeschrieben. In bestimmten Bereichen mit hohen Schallpegeln wie etwa Werkshallen oder Flughäfen sind daher Mittel für den Gehörschutz vorgeschrieben. Den Arbeitnehmern muss ab einem Geräuschpegel von 80 Dezibel nach einer EG Richtlinie ein Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden. Ab einem Schallpegel von 85 Dezibel ist jeder verpflichtet, einen Gehörschutz zu tragen. Allerdings ist eine zu große Schalldämmung auch nicht unbedingt sinnvoll, da der Träger sonst von seiner Umwelt unter Umständen zu sehr abgeschirmt ist, was wiederum zu Unfällen führen kann. Der richtige Gehörschutz reduziert daher den Lärmpegel, ohne den Nutzer komplett von anderen Geräuschen abzuschirmen. Die Auswahl des richtigen Gehörschutzes sollte also nicht nur nach der eigentlichen Schalldämmung erfolgen. Auch die jeweilige Arbeitssituation und die Arbeitsumgebung sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden. Es gibt verschiedene Arten des Gehörschutzes. Vom einfachen Gehörschutzstöpsel bis hin zum Kapselgehörschutz finden Sie in dieser Kategorie zahlreiche Möglichkeiten, um Ihr Gehör an lauten Orten wirksam zu schützen.

Der Gehörschutz und seine verschiedenen Ausführungen

Der klassische Gehörschutz besteht aus einfachen Gehörschutzstöpseln, die in der Lage sind, den Lärmpegel für den Träger zu senken und so gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen. Die einfachsten Ausführungen der Ohrenstöpsel, wie die Gehörssturzstöpsel häufig auch bezeichnet werden, bestehen aus Wachs, Schaumstoff oder auch Kunststoff. Die Ausführungen aus Wachskugeln werden vor dem Gebrauch zunächst weich geknetet und in die richtige Form gebracht. Anschließend können die Stöpsel in den Gehörgang eingeführt werden. Gehörschutzstöpsel aus Schaumstoff werden vor der Verwendung zusammengerollt. Anschließend werden sie einfach in den Gehörgang geschoben. Die Schaumstoffkörper dehnen sich dort aus und verschließen dabei den Gehörgang. Stöpsel aus Kunststoff hingegen werden unverändert in den Gehörgang geschoben. Es gibt sie für den einmaligen oder mehrmaligen Gebrauch. Als Schutz vor dem versehentlichen Herausfallen können die Ohrstöpsel auch mit einem Bügel oder einem Trageband verbunden werden. Hauptsächlich getragen werden Ohrstöpsel in den verschiedenen Ausführungen überall dort, wo eine ständige Lärmeinwirkung vorhanden ist. Besonders gut lässt sich diese Art des Gehörschutzes auch dort einsetzen, wo zusätzliche Hilfsmittel wie Atemschutzgeräte, Schutzbrillen oder auch Mittel für den Gesichtsschutz eingesetzt werden. Verwenden Sie solche Ohrstöpsel, achten Sie am besten darauf, diese nicht mit schmutzigen Händen anzufassen.

Alternativ zum Ohrstöpsel lässt sich auch der sogenannte Kapselgehörschutz verwenden. Er wird besonders gerne dort eingesetzt, wo nur ein kurzzeitiger Gebrauch notwendig ist. Der Kapselgehörschutz lässt sich sehr einfach aufsetzen und wieder abnehmen. Er besteht aus zwei mit schalldämmendem Schaumstoff ausgekleideten Schalen aus Hartkunststoff, durch welche die Ohren umschlossen werden. Damit der Gehörschutz auch optimal wirkt, sollten die Kapseln möglichst fest am Kopf anliegen. Leider kann es durch das Tragen von Brillen zu einer Beeinträchtigung des Schutzes kommen. Getragen wird der Kapselgehörschutz entweder mit herkömmlichen Kopfbügeln, mit Nackenbügeln oder auch mit Universalbügeln. Neben den universellen Ausführungen sind pegelabhängige Gehörschützer erhältlich. Diese pegelabhängige Dämpfung verarbeitet Geräusche erst ab einem bestimmten Lautstärkepegel, sodass eine Kommunikation mit Mitarbeitern weiterhin möglich ist. Kapselgehörschützer sind auch mit zusätzlichen Kommunikationseinrichtungen oder mit Radios erhältlich. Der Kapselgehörschutz weist in der Regel eine etwas höhere Schalldämmung auf als herkömmliche Ohrenstöpsel. Außerdem werden von einigen Ausführungen tiefere Frequenzen stärker abgeblockt. Andere Arten schützen hauptsächlich vor Schallquellen mit höheren Frequenzen.

Den richtigen Gehörschutz verwenden

Ohrstöpsel können besonders gut dann eingesetzt werden, wenn Brillen oder Schutzbrillen am Arbeitsplatz vorgeschrieben sind. Auch bei einer starken Schweißbildung sind sie dem Kapselgehörschutz vorzuziehen. Kopfhörer für den Gehörschutz sind dagegen sinnvoll, wenn ein häufiges Auf- von Absetzen erforderlich ist. Außerdem ist es sinnvoll, solche Träger mit einem Kapselgehörschutz auszustatten, die zu einer Entzündung des Gehörsgangs neigen oder besonders enge Gehörgänge besitzen. Weiterhin hängt es natürlich von der jeweiligen Arbeitsumgebung und dem dort auftretenden Lärmpegel ab, welche Schutzwirkung erforderlich ist. Schallpegelmesser oder Unterlagen von den eingesetzten Maschinen können hilfreich sein, um den tatsächlich auftretenden Lärmpegel festzustellen und entsprechende Schutzmaßnahmen auszuwählen. Wichtig hierbei ist auch der sogenannte SNR-Wert des jeweiligen Gehörschutzes, der vom aktuellen Dezibelwert abgezogen werden muss. Das Ergebnis sollte deutlich unter der Grenze von 85 Dezibel liegen. In diesem Fall haben Sie die richtigen Schutzmaßnahmen bzw. Gehörschützer für den jeweiligen Einsatzort gefunden.