Arbeitsschutz
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Arbeitsschutz – ein Thema, dem man nicht ausweichen kann

Eines der wichtigsten Themen in jedem Bereich eines Projektes ist der Arbeitsschutz. In diesem Feld gibt es kein Wenn und Aber; der Sicherheit auf der Baustelle ist immer höchste Priorität einzuräumen. Die Konsequenzen aus mangelndem Schutz können weiträumig sein, von ärgerlichen Unterbrechungen der Arbeit bis zu ernsthafter Gefährdung von Leben und Umwelt. Schlampereien sind somit in höchstem Maße verwerflich.

Warum Arbeitsschutz so wichtig ist

Arbeitsschutz ist ein Thema, welches dem Laien möglicherweise erst einmal wenig sagt. Doch gerade in der Selbstüberschätzung eigener Fähigkeiten und der Verharmlosung möglicher Unfallfolgen liegt ein hohes Risikopotential verborgen. Viele Arbeiten, insbesondere kleinere Eingriffe, scheinen auf den ersten Blick so trivial, dass der Gedanke an ausufernde Schutzmaßnahmen überflüssig wird. Dennoch muss man sich immer klarmachen, dass die meisten Arbeitsunfälle auf Verkettungen von Ursachen zurückzuführen sind, die so nicht vorherzusehen waren. Und leider wären die meisten Folgen rückwirkend durch einfachste Maßnahmen zu verhindern gewesen. Arbeitsschutz sollte daher als etwas Selbstverständliches gelten und als ein Gefallen angesehen werden, den man sich selbst erweist.

Gehörschutz – Schutz gegen eine unterschätzte Gefahr

In einer Arbeitsumgebung unter Geräuscheinwirkung ist die Verwendung eines Gehörschutzes Pflicht. Das kann zum Beispiel durch das Tragen von Gehörschutzstöpseln geschehen, oder durch einen Kapselgehörschutz. Dabei wird ein Kapselgehörschutz vor allem dann empfohlen, wenn er nur kurzzeitig benötigt wird, oder aber er häufig abgenommen werden muss, um zum Beispiel zu kommunizieren. Schutzstöpsel eignen besser sich für den längeren Gebrauch oder den Gebrauch mit anderen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel einer Brille. Letztendlich ist es aber auch eine Frage dessen, was der Träger als angenehm empfindet. Das Risiko eines fehlenden Gehörschutzes liegt insbesondere darin, dass sich die Folgen nur schleichend bemerkbar machen. Die Grenzwerte für sofortige, dauerhafte Gehörschädigungen liegen so bei etwa 140 dB, während jedoch eine dauerhafte Lärmbelastung von nur 85 dB zu dauerhaften Spätfolgen führen kann und erwiesenermaßen das Auftreten psychischer Erkrankungen begünstigt.

Kopfschutz – damit der Kopf für wichtigeres frei bleibt

Eine Baustelle ist projektunabhängig immer ein Provisorium. Überall hängen, stehen und liegen Materialien herum und schneller, als man vielleicht denkt, kippt oder fällt etwas herunter. Kopfverletzungen gehören zusätzlich zu den schwerwiegendsten Verletzungen überhaupt, deren Folgen im schlimmsten Fall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können. Daher ist das Tragen eines Schutzhelms von großer Wichtigkeit und in vielen Fällen auch rechtlich vorgeschrieben. Schutzhelme in den vielfältigsten Ausführungen zeichnen sich dabei durch ihre gute Qualität in der Verarbeitung, optimalen Schutz und ein angenehmes Tragegefühl aus. Bei Bedarf gibt es auch Versionen mit angefügtem Gesichts- und Gehörschutz für ein rundum sicheres Arbeiten.

Absturzsicherung - für den Fall des Falles

Arbeiten über dem Boden stellen immer ein gewisses Risiko dar. Wer also regelmäßig auf Dächern, in Bäumen oder in großer Höhe an Fassaden zu tun hat, sollte sich Gedanken über seine Sicherheit machen. Dies ist umso wichtiger, da bei einem unglücklichen Aufprall ein Sturz auch bereits aus geringer Höhe schwerwiegende Folgen haben kann. Dem kann zuverlässig mit einer Absturzsicherung Abhilfe geschaffen werden. Eine Absturzsicherung besteht aus einem Gurtsystem, dass sich der Träger fest an den Körper schnallt. Dieses wird mit einem Karabiner entweder direkt an einem stabilen Punkt befestigt, oder aber an ein Führungsseil geschnallt. Wird ein Führungsseil verwendet, muss dieses dann sicher befestigt werden, erlaubt aber dafür einen größeren Bewegungsradius. Sollte es zu einem Absturz kommen, bremst die Absturzsicherung den Fall ab, in dem sich die Auffangeinheit im Führungsseil verhakt, ähnlich einem Sicherheitsgurt im Auto. Wichtig ist, dass die Gurte korrekt angelegt sind. Lockere Gurte können zum Beispiel zu Verletzungsauslösern werden, wenn sie den Sturz unkontrolliert bremsen oder sich verhaken.

Augenschutz – behalten Sie den Durchblick

Auch der Schutz der Augen in einer gefährlichen Arbeitsumgebung darf nicht vernachlässigt werden. Die Augen sind empfindliche Organe, die sowohl durch aggressive Substanzen, Staub und Schmutz als auch durch starke Lichtimpulse dauerhaft beeinträchtigt werden können. Zusätzlich dazu sind viele Schäden unumkehrbar und können zu gradueller oder kompletter Blindheit führen. Es liegt daher an jedem selbst, seine Augen bei der Arbeit ausreichend zu schützen. Eine praktische Form des Augenschutzes bieten Schutzbrillen sämtlicher Art und Form. Es gibt einfache Brillen zum Schutz vor fliegenden Splittern, Brillen, die gegen Staub und Dämpfe rundum abgedichtet sind, sowie Brillen mit abgedunkelten Gläsern, die zum Beispiel beim Schweißen vor der starken Lichteinwirkung schützen. Für jede Art von Arbeit gibt es eine passende Sichtschutzbrille, die rundum schützt und angenehm zu tragen ist. Eine weitere Form des Augenschutzes stellen zum Beispiel Visiere dar, die zum Sicht- oder Splitterschutz bei Bedarf vor die Augen gehalten oder an einem Helm befestigt heruntergeklappt werden.

Atemschutz – damit man bei der Arbeit sauber bleibt

Bei der Arbeit mit ätzenden oder potentiell gesundheitsschädlichen Chemikalien, sowie in einer stark Feinstaubbelasteten Umgebung schützt ein Atemschutz Lunge und Atemwege zuverlässig vor akuten Angriffen und Langzeitschäden. Atemschutzmasken gibt es in unterschiedlichen Formen. Eine Halbmaske schützt Mund und Nase und verhindert so eine Kontamination der Atemwege. Eine Vollmaske bedeckt auch die Augen und ist dann zu empfehlen, wenn die verwendeten Arbeitsmaterialien auch Augenreizungen hervorrufen könnten. Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Filters. Eine Maske, die zum Schutz vor Feinstaub produziert wurde, kann zum Beispiel nicht gegen gefährliche Gase schützen. Da der Unterschied nicht unbedingt sichtbar ist, ist daher vor Arbeitsbeginn auf jeden Fall zu prüfen, ob die richtige Maske gewählt wurde. Wer professionell und regelmäßig mit gefährlichen Substanzen arbeitet, wird um die Wichtigkeit von Atemschutz wissen. Aber auch bei Heimwerkarbeiten zu Hause sollte im Zweifelsfall ein Atemschutz getragen werden, da manche Werkstoffe durchaus belastend sein können, und zum Beispiel beim Bohren auch starke Staubbelastungen auftreten können.

Erste Hilfe – wie handeln, wenn der Schutz versagt hat

Auch wenn es am besten ist, wenn die Erste-Hilfe-Ausrüstung gar nicht erst zum Einsatz kommt, gehört sie in Reichweite eines jeden Arbeitsplatzes in unmittelbarer Gefahrenumgebung. Dabei beinhaltet sie einerseits Ausrüstung wie Pflaster oder Kühlpacks, die die eigenständige Behandlung kleinerer Verletzung erlaubt. Außerdem wichtig sind Inhalte wie zum Beispiel Wärmedecken und Kompressen, mit denen im Notfall ein Schwerverletzter versorgt werden kann, bis ein Notarzt vor Ort ist.Die Inhalte des Erste-Hilfe-Kastens sind dabei nach Gebrauch stets zu ersetzen und außerdem regelmäßig auf Haltbarkeit zu überprüfen, da viele sterile Gegenstände ein Ablaufdatum haben, nach dem sie entsorgt werden müssen.