Handwerkzeug
231 Artikel gefunden
Anzahl:

Handwerkzeuge – die Grundlage einer jeden Werkzeugausstattung

Handwerkzeuge sollten in jedem Haushalt einen festen Platz haben.Doch wie groß sollte die eigene Ausstattung sein? Und wie geht man beim Kauf am besten vor? Ein Beschäftigen mit diesen Fragen hilft, sich später Enttäuschungen zu ersparen.

Die Wichtigkeit der Werkzeugwahl

Das richtige Werkzeug ist das A und O eines Projekts. Es begleitet durch sämtliche Phasen und Arbeitsschritte und bestimmt maßgeblich das Endergebnis. Daher sollte der Werkzeugwahl im Vorfeld hohe Priorität gewidmet werden. Wer sich entscheidet, selbst aktiv zu werden, möchte schließlich auch die Arbeit am Projekt genießen und nicht ständig frustriert unterbrechen müssen, um fehlende Ausrüstung nachzukaufen. Und weil man sich im Zweifelsfall auf die Qualität seiner Werkstatt verlassen können will, lohnt es sich selbst für den Laien, sich mit der Ausstattung der Werkstatt ein wenig tiefgreifender zu befassen.

Ganz besonders wichtig ist die richtige Werkzeugauswahl natürlich beim professionellen Gebrauch. Die richtige Kombination an Werkzeugen kann flexibleres, effizienteres und schnelleres Arbeiten ermöglichen, ohne dabei die Qualität des Ergebnisses zu verringern. Und selbstverständlich besteht für jeden Berufszweig ein eigener Bedarf bezüglich der Art und Anzahl an Werkzeugen.Hier ist es besonders wichtig, einen verlässlichen Partner zu haben, auf den man bei Werkzeugauswahl, -pflege und im Zweifelsfall Werkzeugersatz zählen kann.

Warum Hammer nicht gleich Hammer ist

Werkzeuge sind äußerst vielseitig. Hämmer oder Sägen beispielsweise werden an die verschiedensten Aufgaben angepasst und dementsprechend spezialisiert angeboten. Mit einem Hammer kann man Nägel einschlagen, einen Meißel treiben und Werkstücke positionieren. Je nach geplanter Arbeit wird daher auch ein eigener Hammer benötigt.Ein Fäustel wird eingesetzt, um Stein zu meißeln, ein Latthammer kommt in der Holzbearbeitung zum Einsatz, weil er falsch geschlagene Nägel mit dem Heber an der Rückseite direkt entfernen kann. Mit einem Schonhammer werden Oberflächen nicht beschädigt, sodass er zum Positionieren die beste Wahl ist.

Bei Sägen verhält es sich ähnlich. Sie werden zum Trennen solider Werkstücke verwendet und müssen nach dem zu bearbeitenden Material gewählt werden. Die Sägezähne heben beim Einsatz Späne von der Materialoberfläche ab, die dann über die Zwischenräume nach außen transportiert. Neben den Materialien des Sägeblatts haben auch Zahnposition und Zahnabstand einen Einfluss auf die Gleichmäßigkeit des Sägeprozesses.

Das richtige Werkzeug zum Schrauben

Das Anziehen und Lösen von Schraubverbindungen gehört zu den häufigsten Aufgaben in einer Werkstatt. Das klassische Handwerkzeug für diese Aufgabe sind Schraubendreher. Sie bestehen aus einem Griff und einem mit einem Profil versehenen Stab, der die Kraft von der Hand auf die Schraube überträgt. Schraubendreher werden nach Profil unterschieden. Schlitzschraubendreher haben ein einfaches, schlitzförmiges Profil, bei Kreuzschraubendrehern besteht es aus zwei senkrecht gekreuzten Schlitzen, Torxschraubendreher haben ein sternförmiges Profil, das dem Werkzeug sogar sechs Angriffspunkte bietet. Außerdem gibt es Innen- und Außensechskantwerkzeuge, die für ein sechseckiges Profil geschaffen wurden und, wie der Name sagt, entweder am Außenrand der Schraube oder an einem sechseckigen Innenprofil angreifen.

Ein Bitsortiment als clevere Werkzeugalternative

Moderne Werkzeuge überzeigen nicht mehr nur durch eine einwandfreie Performance, sondern auch durch die Umsetzung von innovativen Ideen. Der Vergleich von Bitsets mit herkömmlichen Schraubendrehern ist ein gutes Beispiel.Ein Bitsortiment besteht aus einem Bithalter und verschiedenen, schnell wechselbaren Bits, die nach Bedarf eingesetzt werden können. Anstatt also für viele unterschiedliche Schraubenkopfformen und -größen jeweils eigene Schraubendreher zu lagern, benötigt man nur noch platzsparende Bits, die in einen gemeinsamen Halter eingesetzt werden können. Das leichte und übersichtliche Lagern des Bitsortiments im Vergleich zu einem genauso vielseitigen Set an Schraubendrehern erklärt die Beliebtheit sowohl bei Heimwerkern, als auch bei professionellen Nutzern.

Zangen als unverzichtbare Helfer

Zangen in den verschiedensten Formen gehören zur Grundausstattung der Werkstatt. Auch Zangen gibt es in unterschiedlichsten Formen und mit verschiedensten Funktionen. Zu den bekanntesten Zangen gehören unter anderem Kneifzangen, Seitenschneider, Rohrzangen oder Kombinationszangen,welche verschiedene Funktionen vereinen.Zangen funktionieren nach dem Hebelprinzip. Sie bestehen aus einem Griff, einem Gelenk und einem Zangenkopf. Da der Abstand vom Griff zum Gelenk größer ist, als der vom Gelenk zum Kopf, wird die eingeleitete Kraft verstärkt. Zangen können je nach Kopfform unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Manche werden zum Halten und Positionieren benutzt, andere zum Trennen von zum Beispiel Nagelköpfen oder Drähten. Kombinationszangen haben einen in unterschiedliche Bereiche aufgeteilten Zangenkopf, der damit zum Beispiel sowohl das Halten, als auch das Trennen ermöglicht.

Messer und andere Schneidwerkzeige

Eine weitere, regelmäßig zum Einsatz kommende Werkzeuggruppe sind Messer und andere Schneidwerkzeuge. Sie eignen sich sowohl zum Trennen dünner Werkzeugplatten und -bahnen, als auch für feine Bastelarbeiten. Ein zuverlässiges Messer gehört daher ebenfalls zur Standardausrüstung eines jeden Werkzeugkastens.Eine besonders einfach handzuhabende Art der Schneidwerkzeuge ist das Cuttermesser. Es besteht aus einem Schaft mit ausfahrbarer Klinge, die zur sicheren Lagerung feststellbar ist und nur nach Bedarf ausgeschoben wird. Die Klingen sind in mehrere Segmente unterteilt, sodass die Klinge, sobald sie stumpf geworden ist, durch einfaches Abbrechen erneuert werden kann. Dadurch wird einerseits ein nachschleifen unnötig, andererseits erlaubt die Nutzung von Einwegklingen auch einen besonders scharfen Schliff.

Das richtige Vorgehen beim Werkzeugkauf

Wer sich zum ersten Mal eigenes Werkzeug zulegen möchte oder wer ein Projekt in einer völlig neuen Richtung wagen will, kann sich bei der großen Auswahl an Optionen durchaus zuerst ein wenig erschlagen fühlen. Was ist nötig, um die geplante Arbeit ausführen zu können? Was ist überflüssig? Wie geht man vor? Erst einmal ist es empfehlenswert, sich bei der Zusammenstellung nach dem aktuellen Projekt zu richten. Die anfallenden Arbeiten geben eine klare Grenze vor, an der man sich entlanghangeln kann. Ein Abgleich mit der bestehenden Ausrüstung zeigt dann auf, wo es Ergänzungsbedarf oder Bedarf nach Ersatz gibt und ermöglicht dann im letzten Schritt, die möglichen Optionen auszuwählen.

Für komplette Neuausrüstungen gibt es speziell zusammengestellte Werkzeug- Sets, die beispielsweise eine Startausrüstung für Standardmalerarbeiten beinhalten. Damit sind sie in jedem Fall ein guter Ausgangspunkt, der die endgültige Auswahl erheblich erleichtert.Bei der Frage nach der Notwendigkeit hilft es schließlich, sich den schlimmsten Fall vorzustellen. Was darf keinesfalls passieren und wie kann ich das verhindern? Wer so plant, hat auf der Baustelle nur noch wenig zu befürchten.