MIG MAG-Massivdrähte

Der Schweißdraht übernimmt beim Schweißen mit Schutzgas die Aufgabe, Werkstücke miteinander zu verbinden. Er stellt beim Schweißprozess die Elektrode dar. Der Schweißdraht gilt als Schweißzusatzwerkstoff beziehungsweise Verbrauchsmaterial. Normalerweise wird er von einer Spule innerhalb des Schweißgerätes abgerollt. Der Vorschub erfolgt kontinuierlich durch einen Motor mit einer einstellbaren Geschwindigkeit. Zusätzlich zum Schweißdraht wird der Schweißstelle ein Schutzgas aus Kohlendioxid, Argon oder einem Mischgas zugeführt. Dieses Schutzgas soll das Oxidieren des flüssigen Metalls verhindern, während der Schweißvorgang erfolgt. Schweißdrähte für das Schutzgasschweißen gibt es mit verschiedenen Durchmessern, die häufig zwischen 0,8 und 1,2 mm betragen. Vereinzelt werden auch Drähte mit höheren Durchmessern verwendet.

Der richtige Draht für das richtige Material

Materialien wie beispielsweise Mangan-Hartstahl, Baustahl oder Stahlguss werden meist mit Schweißdrähten aus Chrom-Silizium-Stahl verschweißt. Dabei können die Anteile der verschiedenen Materialien variieren. So enthalten Schweißdrähte mit der Bezeichnung SG 1 etwas geringere Anteile der Stoffe Silizium und Mangan. Als höherwertiger gelten Schweißdrähte mit den Bezeichnungen SG 2 sowie SG 3, welche wiederum höhere Anteile dieser Stoffe enthalten.

Anderer Schweißdraht wird für das Verschweißen von Aluminiumlegierungen eingesetzt. In der Regel handelt es sich hierbei um Schweißdrähte aus speziellen Aluminium-Silizium-Verbindungen beziehungsweise Aluminium-Mangan-Verbindungen. Außerdem wird als Schutzgas Argon statt des sonst häufig eingesetzten Kohlendioxids verwendet. Dies ist auch dann der Fall, wenn Schweißdraht aus Chrom-Nickel-Stahl zum Verschweißen von austenitischen Stählen sowie kaltzähen und nicht rostenden Materialien verwendet wird. Sehr wichtig ist es also, den korrekten Schweißdraht für jedes Material auszuwählen und gegebenenfalls auch das Schutzgas anzupassen.